Kräutertee aus einer Glaskanne in eine Tasse gegossen, Symbolbild für Cannabis Tee

Cannabis Tee: Wirkung, Zubereitung mit Fett und Dosierung

Cannabis Tee wirkt nur, wenn zwei Dinge stimmen: Die Blüten sind decarboxyliert und im Wasser ist Fett. THC löst sich kaum in Wasser, aber gut in Sahne, Kokosöl oder Butter. Richtig zubereitet setzt die Wirkung nach 30 bis 90 Minuten ein und hält 4 bis 8 Stunden. Hier bekommst du drei Wege mit Zahlen, die Dosierung pro Tasse in Milligramm, Rezepte für Chai, Kakao und Eistee und die Antwort, was du mit Blättern und Trim aus dem eigenen Grow anfängst.

📖 10 Min Lesezeit 🔄 Stand: September 2026 ✓ Zahlen aus Fachliteratur und Growerforum
Hand gießt Kräutertee aus einer Glaskanne in eine Tasse, Beispielbild für selbst gemachten Cannabis Tee
DA

Dennis Andres · Seed Supplier Team

Wir verkaufen Cannabissamen, keinen Tee. Löslichkeit und Wirkung stammen aus der Fachliteratur, die Rechtslage aus dem Gesetzestext, die Praxis aus zwölf Threads deutscher Grower. Was nur eine Quelle hat, steht als Einzelbericht da oder gar nicht.

📊 Cannabis Tee auf einen Blick
  • Warum Wasser nicht reicht: THC ist fettlöslich. Ein reiner Blütensud liefert nach 15 Minuten Kochen rund 2 mg THC pro Tasse.
  • Drei Wege: A) Blüten decarboxylieren und mit Fett im Wasser ziehen lassen, B) Cannabutter einrühren (6 mg THC pro Gramm), C) Rohtee mit THCA ohne Rausch.
  • Wirkung: Eintritt nach 30 bis 90 Minuten, Maximum nach 2 bis 3 Stunden, Dauer 4 bis 8 Stunden.
  • Dosis pro Tasse: 2,5 mg zum Testen, 5 mg für Einsteiger, 10 mg mit Erfahrung. Vor Ablauf von 2 Stunden nie nachlegen.
  • Blätter: rund ein Zehntel der Cannabinoide von Blüten, Zuckerblätter deutlich über Fächerblättern.

Warum reiner Blütentee kaum wirkt

Blüten in heißes Wasser, zehn Minuten ziehen, fertig: So funktioniert Cannabis Tee nicht, aus zwei Gründen. Erstens ist THC lipophil, es löst sich in Fett und Alkohol, in Wasser praktisch nicht. Zweitens liegt THC in der Pflanze fast vollständig als Säure vor, als THCA, und THCA ist nicht psychoaktiv. Erst Hitze spaltet die Säuregruppe ab. Beim Rauchen erledigt das die Glut, im Wasser bleibt die Temperatur bei 100°C stehen, dort läuft die Umwandlung langsam.

Wie wenig im reinen Wasser ankommt, hat das Deutsche Arzneimittel-Codex-Formularium (DAC/NRF) für die Apothekenrezeptur ausgerechnet: Im kochenden Wasser löst sich THCA zu etwa 45 mg pro Liter, THC zu etwas mehr als 10 mg pro Liter. Nach 15 Minuten Kochen enthält eine Tasse rund 2 mg THC, nach 30 Minuten ist die Lösung gesättigt. Mehr geht mit Wasser nicht, egal wie viele Blüten du nimmst. Die Leidener Gruppe um Arno Hazekamp fand 2007 dasselbe: Cannabis Tee besteht überwiegend aus THCA.

Die Lösung hat zwei Teile: Du decarboxylierst die Blüten vorher trocken im Ofen, genau wie für Cannabisbutter, 30 bis 40 Minuten bei 110 bis 115°C. Und du gibst Fett ins Wasser, woran sich das THC bindet: Sahne, Vollmilch, Kokosöl oder Butter.

Drei Wege zu Cannabis Tee im Vergleich

Alle mg-Angaben sind Rechenwerte bei 15% THC ohne Verluste, real kommt weniger in der Tasse an.

Weg Was du brauchst Wirkung Aufwand
A: Blüten mit Fett köcheln 0,25 g decarboxylierte Blüten, Sahne oder Kokosöl, 500 ml Wasser psychoaktiv, rund 9 mg pro Tasse bei 4 Tassen 55 Minuten inklusive Decarb
B: Cannabutter einrühren fertige Cannabutter oder Cannabis-Kokosöl, Tee oder Kakao psychoaktiv, 1 g Butter = 6 mg 2 Minuten
C: Rohtee rohe Blüten oder Blätter, 80°C heißes Wasser kein Rausch, THCA statt THC 10 Minuten
Drei Wege zu Cannabis Tee im Vergleich: Blüten mit Fett köcheln, Cannabutter einrühren, Rohtee mit THCA ohne Rausch

Weg A: Blüten decarboxylieren und mit Fett im Wasser ziehen lassen

Der Weg, wenn keine Cannabutter im Kühlschrank steht: decarboxylieren, mit Sahne oder Kokosöl in heißem Wasser ziehen lassen. Das Grundrezept folgt im nächsten Abschnitt.

Weg B: Cannabutter oder Kokosöl in Tee oder Kakao rühren

Der schnellste Weg und der einzige, bei dem du die Dosis kennst. Das Grundrezept aus unserem Cannabis Butter Artikel setzt 10 g Blüten mit 15% THC auf 250 g Butter, das sind 1.500 mg THC und damit 6 mg THC pro Gramm Butter. Für den Tee brauchst du eine Feinwaage: Ein gestrichener Teelöffel Butter wiegt rund 5 g und enthält 30 mg.

Cannabutter (6 mg/g) THC in der Tasse Passt für
0,5 g 3 mg erste Tasse, Toleranz unbekannt
1 g 6 mg Einsteiger
1,5 g 9 mg mit Erfahrung
1 TL (5 g) 30 mg zu viel, nur mit hoher Toleranz

Die Butter schmilzt im heißen Tee und schwimmt als Fettauge oben, also vor jedem Schluck umrühren oder einen Schuss Milch dazugeben. Butter mit anderem Verhältnis: Gramm Blüten mal THC-Prozent mal 10, geteilt durch Gramm Butter, ergibt mg pro Gramm. Ein Grower im Forum beschreibt die Methode als das, was schon vor Jahrzehnten funktioniert hat: Harz in Öl gelöst, ins Teewasser gegeben, „gewirkt hat es".

Cannabutter im Tee: 0,5 g ergeben 3 mg THC, 1 g 6 mg, 1,5 g 9 mg, ein Teelöffel mit 5 g schon 30 mg

Weg C: Rohtee mit THCA ohne Rausch

Rohe Blüten oder Blätter, mit 80°C heißem Wasser übergossen, 10 Minuten gezogen: ein Kräutertee mit Cannabisgeschmack, mehr nicht. Ohne Decarboxylierung bleibt das THCA eine Säure, und THCA macht laut Wang und Kollegen (2016) nicht high. Zu Effekten von THCA auf den Körper gibt es Tierversuche und wenig mehr, deshalb versprechen wir nichts. Was Weg C kann: Fächerblätter aus der Entlaubung verwerten, ohne dass am Abend jemand überrascht wird.

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Grundrezept: Cannabis Tee mit Sahne oder Kokosöl

Eine Kanne mit vier Tassen, mit 0,25 g Blüten bewusst niedrig angesetzt. Bei 15% THC sind das 37 mg in der Kanne, rechnerisch 9 mg pro Tasse, real weniger, weil ein Teil im Pflanzenrest bleibt.

🍵 Cannabis Tee Grundrezept (Weg A)

⏱ 20 Min plus 35 Min Decarb 🌡 knapp unter 100°C 📦 4 Tassen à 120 ml 📊 ~9 mg THC pro Tasse (Rechenwert)

Zutaten

  • 0,25 g getrocknete Blüten mit rund 15% THC, alternativ 2 g Zuckerblätter
  • 500 ml Wasser, 100 ml Sahne mit 30% Fett oder 1 EL Kokosöl (rund 15 g)
  • 1 Beutel Schwarztee oder Rooibos, Honig nach Geschmack
  • Feinwaage mit 0,01 g, feines Teesieb oder Kaffeefilter, Topf mit Deckel

Zubereitung

  1. Decarboxylieren: Blüten grob zerbröseln, 30 bis 40 Minuten bei 110 bis 115°C im Ofen, wie im Butter-Artikel beschrieben.
  2. Fett und Wasser erhitzen: Wasser und Sahne oder Kokosöl erwärmen, bis am Rand kleine Bläschen aufsteigen. Nicht sprudelnd kochen.
  3. Blüten einrühren: Das decarboxylierte Material ins heiße Fett-Wasser geben, kräftig umrühren.
  4. Ziehen lassen: 20 Minuten mit Deckel knapp unter dem Siedepunkt, alle paar Minuten rühren. Grünliche Farbe ist normal.
  5. Abseihen: Durch Teesieb oder Kaffeefilter in die Kanne, Pflanzenreste ausdrücken.
  6. Aromatisieren: Teebeutel 3 Minuten in die Kanne hängen, Honig einrühren.
  7. Verteilen: Kanne umrühren, in vier gleich große Tassen gießen. Einsteiger trinken die erste Tasse nur halb.
  8. Warten: Mindestens 2 Stunden vor einer zweiten Tasse. Rest beschriften und kühl stellen.

Tipps

  • Kokosöl schmeckt durch, ein Grower im Forum: „Der Tee schmeckt nur noch nach Kokos." Zu Schwarztee passt Sahne, Kokosöl zu Chai und Kakao.
  • Nach dem Abkühlen setzt sich das Fett oben ab, vor dem Aufwärmen umrühren.

Wirkung: Wird man high, wann und wie lange?

Ja, mit Weg A und B wirst du high. Cannabis Tee ist pharmakologisch ein Edible: Das THC geht über den Magen ins Blut, die Leber wandelt es zu 11-Hydroxy-THC um, das stärker und länger wirkt als beim Rauchen. Grotenhermen (2003) nennt für orales Cannabis: Wirkung nach 30 bis 90 Minuten, Maximum nach 2 bis 3 Stunden, Dauer 4 bis 8 Stunden, bei hoher Dosis bis 12. Inhaliert beginnt die Wirkung in Minuten und ist nach 2 bis 3 Stunden vorbei, Details im Edibles-Guide.

Ob Tee schneller wirkt als ein Keks, ist in Studien nicht getrennt untersucht, im Forum liegen die Berichte für Öl in Getränken bei 45 bis 90 Minuten. Und Cannabis Tee ist kein Dosierwerkzeug: Du weißt nie auf das Milligramm, was in der Tasse ist, deshalb gilt die erste Tasse als Test.

Zeitachse der Wirkung von Cannabis Tee: Eintritt nach 30 bis 90 Minuten, Maximum nach 2 bis 3 Stunden, Dauer 4 bis 8 Stunden
🚗 Autofahren, Kinder, Mitbewohner

Seit 2024 gilt im Straßenverkehr ein Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum (§ 24a StVG), bis 3.000 Euro Bußgeld. Am Tag des Tees fährst du nicht, am nächsten Morgen nur, wenn du dich völlig klar fühlst. Eine Kanne Tee sieht harmloser aus als ein Keks: beschriften, außer Reichweite von Kindern und Haustieren, Mitbewohnern Bescheid sagen.

Dosierung pro Tasse: 2,5, 5 oder 10 mg

Die Stufen sind dieselben wie bei allen Edibles: 2,5 mg zum Kennenlernen, 5 mg für Einsteiger, 10 mg mit Erfahrung. Die Tabelle übersetzt sie in Butter und Blüten, Rechenwerte bei 15% THC.

Ziel pro Tasse Für wen Weg B: Cannabutter Weg A: Blüten pro Kanne (4 Tassen)
2,5 mg erste Tasse überhaupt 0,4 g 0,1 g, davon eine halbe Tasse
5 mg Einsteiger 0,8 g 0,1 g, eine ganze Tasse (rechnerisch 4 mg)
10 mg mit Erfahrung 1,7 g 0,25 g, eine Tasse (rechnerisch 9 mg)

Die Praxisregel aus dem Forum für Edibles gilt auch hier: rund 0,1 g Blüten pro Portion, 0,2 g führten schon zur Überdosis. Dafür brauchst du eine Feinwaage mit 0,01 g, ohne Waage schätzt du zu hoch. Den THC-Gehalt nimmst du aus der Sortenbeschreibung, bei Critical 17 bis 19%, dann rechnest du mit 18. Wer es milder will, greift zu einer CBD-dominanten Sorte: Bei Green Lights mit 5 bis 7% THC ergeben 0,25 g auf vier Tassen rund 4 mg pro Tasse, dazu CBD, das nicht berauscht. Mehr davon in der Kategorie CBD-dominante Cannabissamen.

Green Lights CBD Cannabissamen Karteikarte Seed Supplier
Für milden Tee

Green Lights

Feminisiert, CBD-dominant mit 10 bis 12% CBD und 5 bis 7% THC, 63 bis 70 Tage Blüte, 80 bis 140cm indoor. Bei 6% THC liefert 1 g nur 60 mg THC, ein Wiegefehler wiegt weniger als bei 20%.

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Blätter und Trim als Teematerial

Hier hat der Grower einen Vorteil gegenüber jedem, der Blüten kauft: Nach dem Trimmen liegen Zuckerblätter und Fächerblätter herum. Eine kanadische Arbeitsgruppe hat 2020 an drei Sorten gemessen: Blütenstände enthielten 15,8 bis 20,4% Cannabinoide, Blätter 1,1 bis 2,1%, also rund ein Zehntel. Eine Kopenhagener Studie von 2023 zeigt, dass die Cannabinoide auf dem Blatt in den Trichomen der Oberfläche sitzen, nicht im Gewebe. Zuckerblätter mit sichtbarem Harz liegen deshalb über dem Blattdurchschnitt, glatte Fächerblätter darunter.

Material Cannabinoide Für den Tee
Blüten 15,8 bis 20,4% 0,1 bis 0,25 g pro Kanne, Weg A
Zuckerblätter, Trim über dem Blattschnitt, Trichome sichtbar 1 bis 2 g pro Kanne, decarboxylieren wie Blüten
Fächerblätter 1,1 bis 2,1% (Blatt gesamt) milder Tee, eher Weg C oder in die Butter
Stiele kaum, bitter nicht verwenden

Das deckt sich mit dem Forum. Einer setzt 300 g Butter mit 30 g Zuckerblättern an, die Antwort mit den meisten Zustimmungen im Rezepte-Sammelthread. Zu Fächerblättern schreiben zwei andere unabhängig voneinander: „fast kein THC drin" und „ein Tee, der keine Wirkung hat". Faustregel aus der Zehntel-Messung: 1 g Blätter ersetzt grob 0,1 g Blüten. Stiele machen die Butter bitter. Blätter trocknest du wie Blüten, nur schneller, siehe Anleitung zum Trocknen und Curen. Ertragreiche Sorten liefern viel Trim, bei uns vor allem Critical.

Critical Cannabissamen Karteikarte Seed Supplier
Viel Trim für die Teekanne

Critical

Feminisiert, 45 bis 50 Tage Blüte, 80 bis 110cm indoor, 17 bis 19% THC. Dichte Blüten und viele harzige Zuckerblätter, die nach dem Trimmen für Tee und Butter übrig bleiben. Bei 18% rechnest du mit 180 mg THC pro Gramm.

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Drei Rezepte: Chai, Kakao, Eistee

Rechenwerte bei 15% THC beziehungsweise 6 mg THC pro Gramm Cannabutter.

🫖 Cannabis Chai (Weg A)

⏱ 25 Min plus Decarb 📦 4 Tassen 📊 ~9 mg THC pro Tasse

Zutaten

  • 0,25 g decarboxylierte Blüten, 500 ml Wasser, 150 ml Sahne oder Vollmilch
  • 1 Zimtstange, 3 Kardamomkapseln, 3 Nelken, 1cm Ingwer, 1 Sternanis, 2 Beutel Schwarztee, 2 EL Honig

Zubereitung

  1. Gewürze mit Wasser und Sahne aufsetzen, Blüten einrühren, 20 Minuten mit Deckel knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen.
  2. Teebeutel für die letzten 4 Minuten dazu, abseihen, Honig einrühren, auf vier gleiche Tassen verteilen. Die Gewürze überdecken den Grasgeschmack.

🍫 Cannabis Kakao (Weg B)

⏱ 5 Min 📦 1 Tasse 📊 6 mg THC (1 g Cannabutter)

Zutaten

  • 250 ml Vollmilch, 1 EL Backkakao, 1 bis 2 TL Zucker oder Honig, 1 g Cannabutter mit 6 mg THC pro Gramm

Zubereitung

  1. Kakao und Zucker mit 2 EL kalter Milch glatt rühren, restliche Milch dazu, erhitzen, nicht kochen.
  2. Cannabutter einrühren, bis sie geschmolzen ist, kurz aufschäumen, dann verteilt sich das Fett. Ganz austrinken, im letzten Schluck steckt sonst die Butter.

🧊 Kalter Eistee mit Kokosmilch (Weg B)

⏱ 15 Min plus Kühlzeit 📦 4 Gläser 📊 6 mg THC pro Glas (4 g Cannabutter)

Zutaten

  • 500 ml starker Schwarz- oder Rooibostee, 200 ml Kokosmilch aus der Dose (rund 17% Fett), 4 g Cannabutter oder Cannabis-Kokosöl mit 6 mg pro Gramm, Saft einer Limette, 2 EL Honig, Eiswürfel

Zubereitung

  1. Tee heiß aufbrühen, Cannabutter darin schmelzen, Kokosmilch und Honig einrühren. In kaltem Tee bleibt die Butter ein Klumpen.
  2. Abkühlen lassen, Limettensaft dazu, in eine Flasche füllen, kalt stellen. Vor dem Einschenken kräftig schütteln, auf vier gleiche Gläser mit Eis verteilen, Flasche beschriften.

Die häufigsten Fehler

Fehler Was passiert Besser so
Kochendes Wasser ohne Fett rund 2 mg pro Tasse, der Rest bleibt im Pflanzenmaterial Sahne, Kokosöl oder Butter mitköcheln
Decarboxylierung übersprungen THCA statt THC, kein Rausch 30 bis 40 Minuten bei 110 bis 115°C vor dem Kochen
Sprudelnd gekocht, ohne Deckel Terpene verdampfen, ein Teil des THC geht verloren kleine Bläschen am Rand, Deckel drauf, 20 Minuten
Zu früh nachgelegt zweite Tasse trifft auf die erste, 4 bis 8 Stunden zu viel 2 Stunden warten, dann entscheiden
Lecithin als Wundermittel Emulgator verteilt Fett, mehr ist nicht belegt Decarb und Fett sind die Hebel, Lecithin ist optional
Bodensatz mitgetrunken bitter, ungleiche Dosis, „Kaffeesatz-Effekt" abseihen, Kanne umrühren, gleiche Tassen
Butter mit unbekanntem Gehalt Rechnung stimmt nicht, Dosis Glückssache Butter beim Ansetzen mit mg pro Gramm beschriften

Zu früh nachlegen ist der teuerste Fehler. Ein Grower im Forum: Die erste Tasse war „recht mild", also nahm er die zweite mit dreifacher Dosis und war „erstmal ne ganze Zeit lang ausgeknockt". Die Wirkung kommt bei Tee genauso verzögert wie bei Keksen oder Gummibärchen, nur sieht ein Getränk harmloser aus. Zum Lecithin: Ein Emulgator, der Fett und Wasser zusammenhält. Dass er die Wirkung beschleunigt, behaupten viele Rezepte. Im Forum berichtet ein Grower von 20 bis 30 Minuten, ein anderer mit demselben Pulver von 45 bis 90 Minuten, „nicht sicher, ob die Wirkung wirklich schneller einsetzt". Einzelberichte, keine Regel.

Hanftee, THC Tee, Cannabis Tee: Was ist was?

Wer „Hanftee Wirkung" sucht, meint meist etwas anderes als diesen Artikel. Hanftee aus Drogerie oder Teeladen besteht aus Nutzhanf, der laut § 1 Nr. 9 KCanG höchstens 0,3% THC enthält und nur frei verkäuflich ist, wenn ein „Missbrauch zu Rauschzwecken" ausgeschlossen ist. Ein Rausch ist damit ausgeschlossen, dasselbe gilt für CBD-Tee. Cannabis Tee, THC Tee oder Weed Tee meinen Tee aus Blüten mit Rauschwirkung.

Begriff Material THC in der Tasse Rausch
Hanftee Blätter und Blüten von Nutzhanf praktisch keins, Material unter 0,3% nein
CBD-Tee CBD-reiche Nutzhanfblüten praktisch keins nein
Cannabis Tee aus der Apotheke Medizinalblüten, 15 Minuten in Wasser gekocht rund 2 mg (DAC/NRF) gering
Cannabis Tee mit Fett (dieser Artikel) eigene Blüten oder Trim, Sahne oder Kokosöl 3 bis 10 mg je nach Rechnung ja

Der Apothekenweg zeigt, was Wasser allein schafft: Die Rezepturvorschriften NRF 22.14 und 22.15 lassen Medizinalblüten mindestens 15 Minuten ohne Fett kochen und rechnen mit rund 2 mg THC pro Tasse. Für Patienten gewollt, für alle anderen der Grund, warum Blütentee ohne Fett „nicht wirkt". Was für Samen gilt, steht unter Cannabissamen legal in Deutschland.

Rechtslage und Lagerung

Das KCanG nennt Tee nicht beim Namen, regelt ihn aber mit: „Cannabis" umfasst laut § 1 Nr. 8 Pflanzen, Blüten, Harz „und Zubereitungen aller vorgenannten Stoffe". Eine Kanne Cannabis Tee ist rechtlich also Cannabis. Besitz von 50 g zu Hause und drei Pflanzen ist erlaubt; das Verarbeiten der eigenen Ernte ist nicht ausdrücklich geregelt. § 2 Abs. 2 KCanG verbietet die Extraktion von Cannabinoiden aus der Pflanze. Ob das Ausziehen von THC in Fett darunter fällt, hat nach unserem Wissen kein Gericht entschieden; selbst die Präventionsseite dassuchtportal.de schreibt, Rezepte für den Eigenkonsum seien „nicht explizit untersagt". Eindeutig ist: Weitergabe ist verboten und strafbar, auch unentgeltlich (§ 9 Abs. 2, § 34 Abs. 1 KCanG). Eine Tasse für Gäste ist Weitergabe. Alle Paragrafen im Edibles-Guide.

Lagerung: Fertigen Tee trinkst du am selben Tag, auch die Apothekenvorschrift sieht für ihr Dekokt den Herstellungstag vor. Einen Auszug mit Sahne behandelst du wie geöffnete Sahne: Kühlschrank, innerhalb von 2 bis 3 Tagen aufbrauchen. Cannabutter hält im Kühlschrank 2 bis 3 Wochen, portioniert im Tiefkühler bis 6 Monate. Eiswürfelportionen sind praktisch, ein Grower hat die Idee wegen seiner Kinder verworfen: „Ich möchte nicht, dass sie mal die falschen Eiswürfel nehmen." Alles beschriften: Datum, Weg, mg pro Tasse.

Quellen

Studienwerte aus PubMed-gelisteten Arbeiten, Apothekenwerte aus der Pharmazeutischen Zeitung, Rechtslage aus dem Gesetzestext. Praxisaussagen stehen nur als Regel, wo mindestens zwei Grower übereinstimmen.

Häufige Fragen zu Cannabis Tee

Wird man von Cannabis Tee high?+
Ja, wenn die Blüten decarboxyliert sind und Fett im Tee ist, also Sahne, Kokosöl oder Cannabutter. Dann wirkt der Tee wie ein Edible: verzögert, aber lang. Rohe Blüten in heißem Wasser machen nicht high.
Welche Wirkung hat Cannabis Tee?+
Dieselbe wie andere Edibles: Das THC geht über Magen und Leber ins Blut, ein Teil wird zu 11-Hydroxy-THC. Der Rausch kommt langsam, ist nach 2 bis 3 Stunden am stärksten und hält 4 bis 8 Stunden. Zu viel heißt Angst, Herzrasen, Kreislaufschwankungen.
Wie lange braucht Cannabis Tee, bis er wirkt?+
30 bis 90 Minuten, im Forum berichten Grower meist von 45 bis 90 Minuten. Vor Ablauf von 2 Stunden keine zweite Tasse, das ist der häufigste Weg in eine Überdosierung.
Kann man Cannabisblätter als Tee trinken?+
Ja. Blätter enthalten rund ein Zehntel der Cannabinoide von Blüten, gemessen 1,1 bis 2,1% gegenüber 15,8 bis 20,4%. Zuckerblätter mit sichtbaren Trichomen eignen sich für Weg A mit Fett, 1 bis 2 g pro Kanne. Fächerblätter geben einen milden Kräutertee ohne Rausch.
Wie viel Gramm Cannabis brauche ich für eine Tasse Tee?+
Weniger als du denkst. 0,1 g Blüten mit 15% THC sind rechnerisch 15 mg, auf vier Tassen verteilt rund 4 mg pro Tasse. Für 10 mg pro Tasse reichen 0,25 g auf vier Tassen. Wiege mit einer Feinwaage.
Muss ich Cannabis für Tee decarboxylieren?+
Ja, wenn du eine Wirkung willst. Im Teewasser bleibt die Temperatur bei 100°C, dort läuft die Umwandlung von THCA zu THC langsam. Trocken im Ofen bei 110 bis 115°C für 30 bis 40 Minuten ist zuverlässiger.
Wirkt Cannabis Tee auch ohne Milch oder Fett?+
Kaum. Die Rechnung des DAC/NRF für Apotheken kommt bei 15 Minuten Kochen ohne Fett auf rund 2 mg THC pro Tasse, weil die Lösung gesättigt ist. Mit 100 ml Sahne oder einem Esslöffel Kokosöl holst du ein Vielfaches aus derselben Menge Blüten.
Ist Hanftee das Gleiche wie Cannabis Tee?+
Nein. Hanftee besteht aus Nutzhanf mit höchstens 0,3% THC und wirkt nicht berauschend, egal wie du ihn zubereitest. Cannabis Tee, THC Tee oder Weed Tee bezeichnen Tee aus Blüten mit Rauschwirkung.

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