Junge Cannabispflanze im Topf mit lockerer Erde, eigener Grow von Seed Supplier

Welche Erde für Cannabis? Light Mix, All Mix, Coco erklärt

Cannabis braucht eine lockere, gut drainierte Erde mit einem pH zwischen 6,0 und 7,0 und einer Vordüngung, die zur Phase passt: leicht vorgedüngt wie Biobizz Light Mix oder Plagron Lightmix für Sämlinge, Stecklinge und Autoflower, stark vorgedüngt wie All Mix, Batmix oder Royalmix für den Endtopf photoperiodischer Sorten, Coco für alle, die ab dem ersten Tag selbst düngen wollen. Hier findest du die Herstellerdaten zu Vordüngung, pH und EC in einer Tabelle, drei Forenrezepte zum Selbermischen, Topfgrößen je Phase und die Fehler, die im Forum am häufigsten Ernten kosten.

📖 13 Min Lesezeit 🔄 Stand: September 2026, Herstellerseiten Biobizz und Plagron ✓ Über 50 Forenthreads ausgewertet
Junge Cannabispflanze in lockerer Erde im Growzelt, eigener Grow von Seed Supplier
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Dennis Andres · Seed Supplier Team

Wir verkaufen Cannabissamen, keine Erde. Zahlen zu Vordüngung, pH und EC stammen von Produktseiten und Datenblättern der Hersteller, Praxistipps aus über 50 Threads deutscher Grower. Beides trennen wir im Text.

📊 Cannabis-Erde auf einen Blick
  • Kriterien: locker, drainiert, pH 6,0 bis 7,0, Vordüngung passend zur Phase. Perlit bringt Luft ins Substrat, Plagron mischt 10% in den Lightmix.
  • Leicht vorgedüngt: Plagron Lightmix 1 Woche laut Hersteller, Biobizz Light Mix ohne Wochenangabe, in der Praxis 1 bis 3 Wochen. Für Sämlinge, Stecklinge, Autoflower.
  • Stark vorgedüngt: Growmix 3 Wochen, Batmix und Royalmix 6 Wochen mit Düngestart nach 4, All Mix „einige Wochen". Nicht für Sämlinge.
  • Coco: keine eigenen Nährstoffe, ab Tag 1 düngen, pH im Gießwasser 5,8 bis 6,2, gepuffert kaufen.
  • Topfgröße: Faustregel 3 L pro Lebensmonat. Photoperiodisch indoor 9 bis 15 L, Autoflower 11 bis 14 L direkt in den Endtopf.
  • Häufigster Fehler: Sämling in stark vorgedüngte Erde setzen oder die Erde dauernass halten, dann wird sie „scharf".

Was gute Cannabis-Erde ausmacht

Vier Dinge entscheiden, ob eine Erde für Cannabis taugt. Struktur: Die Wurzeln brauchen Luft. Alle Plagron-Erden bekommen deshalb Fasern und Perlit beigemischt, Biobizz bewirbt Light Mix ausdrücklich mit gleichmäßiger Drainage für automatische Bewässerung. Eine Erde, die im Topf zu einem nassen Klotz verdichtet, erstickt die Wurzeln. pH-Wert: Organische Growerden liegen laut Hersteller zwischen 5,8 und 7,2, Plagron nennt für Batmix 5,8 bis 7,0 und für Royalmix 6,0 bis 7,2. Biobizz schreibt in seiner FAQ, dass der pH mit organischen Düngern meist nicht angepasst werden muss, weil die Produkte ihn von selbst Richtung 6,2 senken. Für die Praxis heißt das: 6,0 bis 7,0 ist das Fenster, in dem Erde arbeitet. Vordüngung: Sie bestimmt, wann du mit dem Düngen beginnst, dazu unten die Tabelle. Frische: Ein Sack, der monatelang nass im Freien stand, ist im Forum die häufigste Erklärung für Trauermücken und einen abgestürzten pH. Ein Grower maß in falsch gelagerter Biobizz-Erde pH 5,45.

Eine Sortenlogik braucht Erde nicht, Indica und Sativa wachsen im selben Substrat. Der einzige Unterschied liegt zwischen Autoflower und photoperiodischen Sorten: Autos reagieren in den ersten Wochen empfindlicher auf Salz und holen einen Fehlstart nicht mehr auf.

Vier Substrat-Typen im Überblick

Im Growshop stehen im Kern vier Substrate. Leicht vorgedüngte Erde (Biobizz Light Mix, Plagron Lightmix, Canna Terra Professional) versorgt die Pflanze ein bis drei Wochen und lässt dir danach die Kontrolle über den Dünger. Stark vorgedüngte Erde (Biobizz All Mix, Plagron Growmix, Batmix, Royalmix) trägt die Pflanze drei bis sechs Wochen ohne Flasche, ist aber für Sämlinge zu salzig. Coco (Plagron Cocos, Canna Coco Professional Plus, Biobizz Coco Mix) enthält keine Nährstoffe, du düngst ab dem ersten Tag und bekommst dafür schnelles Wurzelwachstum und volle Steuerung. Erde-Perlite-Mischungen sind die Bastlerlösung: Basiserde, Wurmhumus und Perlit im eigenen Verhältnis, dazu unten die Forenrezepte.

Vier Substrat-Typen für Cannabis im Vergleich: leicht vorgedüngt, stark vorgedüngt, Coco und selbst gemischt mit Vordüngung, pH und EC

Welcher Typ zu dir passt, hängt weniger von der Sorte als vom Dünger ab. Wer organisch düngt, will Bodenleben in der Erde und landet bei Light Mix oder All Mix. Wer mineralisch fährt, braucht ein Substrat, das die Salze verträgt, also Plagron Lightmix, Growmix oder Coco. Die passenden Pläne stehen im Biobizz Düngeschema, im Plagron Düngeschema und im Hesi Düngeschema. Die Entscheidung zwischen organisch und mineralisch erklärt der Vergleich Welcher Dünger für Cannabis.

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Herstellerdaten: Vordüngung, pH und EC

Diese Werte stehen so auf den Produktseiten und Datenblättern von Biobizz und Plagron (abgerufen im September 2026). pH und EC bei Plagron nach der Methode 1:1,5, also Substrat in Wasser aufgeschlämmt. Biobizz nennt keine Zahlen, sondern beschreibt den EC nur in Worten.

Erde Vordüngung laut Hersteller pH (Substrat) EC in mS/cm Typ
Biobizz Light Mix leicht, keine Wochenangabe selbstregulierend, Ziel 6,2 „sehr gering" organisch
Biobizz All Mix stark, „einige Wochen" selbstregulierend, Ziel 6,2 „hoch" organisch, mit Pre Mix
Plagron Lightmix 1 Woche, 1,5 kg/m³ NPK 12-14-24 5,9 bis 6,5 0,8 bis 1,4 mineralisch, 10% Perlit
Plagron Growmix 3 Wochen, 1,8 kg/m³ NPK 12-14-24 5,7 bis 6,5 1,1 bis 1,7 mineralisch, Wurmhumus
Plagron Batmix 6 Wochen, Düngestart nach 4 5,8 bis 7,0 1,3 bis 2,0 organisch, Guano
Plagron Royalmix 6 Wochen, Düngestart nach 4 6,0 bis 7,2 1,3 bis 2,0 organisch, viel Perlit
Plagron Cocos keine, ab Tag 1 düngen 5,8 bis 6,8 unter 0,2 inert, gepuffert
Biobizz Coco Mix keine neutral keine Angabe inert

Batmix und Royalmix sind mit 10,5 kg organischem Dünger pro Kubikmeter (NPK 5,5-11-5,5) sieben Mal so stark gedüngt wie der mineralische Lightmix mit 1,5 kg. Den Unterschied zwischen „6 Wochen vorgedüngt" und „Düngestart nach 4 Wochen" erklärt Plagron selbst: Organische Nährstoffe brauchen etwa zwei Wochen, bis das Bodenleben sie verfügbar macht. In der Praxis melden Grower bei Royalmix erste hellgrüne Blätter nach etwa drei Wochen, bei Batmix beginnt die Düngung je nach Licht in Woche 3 bis 6. Die Herstellerwoche ist eine Obergrenze, das Blattbild entscheidet.

Light Mix: für Sämlinge, Stecklinge und Autoflower

Biobizz beschreibt Light Mix (Schreibweise des Herstellers: Light·Mix) als Basis für Sämlinge, Jungpflanzen und Stecklinge, mit der du auch hungrigen Pflanzen höhere Nährstoffgaben geben kannst, ohne den Boden zu überlasten. Plagron nennt für seinen Lightmix konkret: eine Woche mineralisch vorgedüngt, ein ein bis zwei Wochen alter Sämling darf hinein, nach einer Woche beginnst du mit dem Düngen. Der niedrige EC schützt laut Plagron die frischen Wurzeln. Genau das macht leicht vorgedüngte Erde zur Standardempfehlung für Autoflower: Sie haben nur drei bis vier Wochen Wuchs, ein Salzschock in Woche 1 kostet Ertrag, den sie nicht mehr aufholen. Im Forum ist „Light Mix für Autos" in zwei Threads die Antwort mit den meisten Zustimmungen, Autos in All Mix kommen ebenfalls durch, nur mit weniger Spielraum.

Wie lange die Vordüngung hält, sagt Biobizz nicht in Wochen. Grower nennen 7 bis 10 Tage bis etwa drei Wochen, danach läuft das Biobizz Schema mit 2 ml Bio Grow pro Liter. Sämlinge direkt in Light Mix zu setzen, funktioniert nach Forenerfahrung ohne Probleme, „da ist nichts zu scharf". Wie du die Samen vorher keimst, steht in der Anleitung zum Keimen. Nur sehr fluffige Erde mit viel Perlit eignet sich laut Plagron nicht zur Anzucht, weil feine Wurzeln darin schlecht Halt finden. Perlit also erst im Endtopf aufstocken.

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Für den ersten Grow in Light Mix

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Autoflower mit 87,5% Indica, 45 bis 50 Tage Blüte, 60 bis 90cm indoor, 15 bis 17% THC. Kompakt und robust, passt in einen 11-Liter-Topf mit leicht vorgedüngter Erde und ist in unter drei Monaten fertig.

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All Mix, Batmix, Royalmix: stark vorgedüngt richtig nutzen

Stark vorgedüngte Erde ist für den Endtopf gedacht, nicht für den Start. Plagron schreibt zu Batmix und Royalmix wörtlich, dass sie „für sehr junge Pflanzen nicht geeignet" sind: ein bis zwei Wochen warten oder die Erde vor dem Einsetzen gut spülen. Biobizz gibt für All Mix eine eigene Vorbereitung vor: mit Wasser befeuchten und 36 Stunden stehen lassen, damit der enthaltene Pre Mix und die Mikroorganismen anspringen, bevor die Pflanze hineinkommt. Danach zwischen den Gaben abtrocknen lassen und den Boden warm halten, kalter Boden bremst das Bodenleben.

Der Klassiker im Forum ist der Kuhle-Trick, den mindestens vier Grower unabhängig voneinander beschreiben: Endtopf mit All Mix oder Batmix füllen, in der Mitte eine faustgroße Kuhle mit Anzuchterde oder Light Mix, den gekeimten Samen hinein und anfangs nur die Kuhle feucht halten. Die Wurzeln wachsen in die stärkere Erde, wenn sie so weit sind, das Umtopfen entfällt. Wer All Mix nutzt, düngt in der Praxis erst ab dem ersten fünffingrigen Blatt, ein Grower kam in 15 L bis Woche 7 nur mit Wasser aus. Das Schema sieht für All Mix ohnehin nur 1 ml Bio Grow statt 2 bis 4 ml vor.

💡 Warum stark vorgedüngte Erde „scharf" wird

Ein Moderator erklärt es im Thread zur Überdüngung durch All Mix: Wer zu oft gießt, erzeugt Staunässe, und darin setzt das Bodenleben die Nährstoffe schneller frei als die Pflanze sie abnimmt. Die Erde wird nicht schärfer, weil mehr drin ist, sondern weil zu viel auf einmal verfügbar wird. Gegenmittel: nach Topfgewicht gießen, Faustregel ein Drittel des Topfvolumens, dann abtrocknen lassen.

Coco oder Erde: was wirklich anders ist

Kokos ist kein Boden, sondern ein Trägermaterial. Plagron gibt für sein Cocos-Substrat einen EC unter 0,2 mS/cm an und sagt: ab dem ersten Tag mit Nährlösung gießen. Die höchste Zustimmung im Forum bekam die Erklärung, dass Coco ein „inaktives" Substrat wie Perlit oder Steinwolle ist: Es speichert Wasser und gibt Halt, alle Nährstoffe kommen aus der Flasche, der pH liegt wie bei Hydro tiefer. Hesi nennt 5,8 bis 6,2 für das Gießwasser, erfahrene Coco-Grower fahren 5,6 bis 5,8.

Zwei Dinge sind bei Coco Pflicht. Erstens gepuffertes Substrat: Ungepuffertes Kokos bindet Calcium und zieht es der Pflanze weg, Canna und Plagron puffern deshalb werksseitig und lassen das über das RHP-Siegel prüfen. Biobizz empfiehlt Calcium- und Magnesiumzusatz nur bei anspruchsvollen Kulturen „beispielsweise in Kokosfasern". Zweitens Gießdisziplin: Coco kann mehrmals täglich bis alle paar Tage gegossen werden, je nach Topfgröße, hält aber nichts vor. Zwei Tage vergessen ist auf Erde egal, auf Coco nicht. Dafür wächst die Pflanze schneller, weil das Verhältnis von Wasser und Luft an der Wurzel stimmt.

Eine Studie der University of Guelph (Caplan, Dixon und Zheng 2017) verglich zwei Kokos-Substrate mit unterschiedlicher Wasserhaltekapazität: Wachstum und Blütenertrag unterschieden sich nicht, entscheidend war allein die Düngerrate. Auf Coco gewinnst du also über Schema und Gießrhythmus, nicht über die Substratmarke. Die Coco-Pläne stehen im Hesi Düngeschema und im Plagron Düngeschema, für Autopot-Systeme nennt das Forum Coco-Perlit 70:30. Biobizz erlaubt außerdem, Coco Mix in All Mix einzumischen, um die Belüftung zu verbessern.

Erde selber mischen, Baumarkt und Outdoor

Wer mischt, macht das aus drei Gründen: Kontrolle über die Zutaten, Torfverzicht oder schlicht Preis. Im Forum stehen drei Rezepte, die jeweils über mehrere Grows liefen:

Rezept Basis Zuschläge Für wen
Einsteiger-Mix 40 L Bio-Pflanzenerde „leicht" 10 L Perlit, 1,5 g/L Hornmehl Erster eigener Mix, Baumarkt-Basis
Bio-Mix 40% All Mix, 40% Bio-Erde 10% Kokos, 5% Perlit, 5% Urgesteinsmehl, Mykorrhiza Organischer Grow ohne Flasche in den ersten Wochen
Coco-Mix 40 bis 50% Coco, 20 bis 25% Bio-Tomatenerde 10 bis 15% Wurmhumus, Rest Perlit und Granulate Schnelles Wurzelwachstum, häufiges Gießen ok
Cannabis Erde selber mischen: drei Forenrezepte als Anteilsbalken mit Basiserde, Perlit, Wurmhumus und Kokos

Der gemeinsame Nenner: 60 bis 80% Basiserde, 10 bis 20% Perlit für Luft, 10 bis 20% Wurmhumus oder Kompost als Nährstoffquelle. Mehr Perlit hilft in kleinen Töpfen und bei Autos, weil es die Nährstoffdichte senkt. Übertreib es nicht: Ein Grower mischte All Mix 50/50 mit Perlit und landete in Blütewoche 10 bei pH 4,5 bis 5. Gegen das Absacken des pH empfehlen mehrere Grower Dolomitkalk beim Mischen, nach Packungsangabe, und eine Blähtonschicht unten im Topf gegen Auswaschen.

Baumarkt-Blumenerde: ja, aber Bio und nicht vorgedüngt

Geht Blumenerde? Die Forenantwort: Es funktioniert, aber die Problemthreads häufen sich bei einer bestimmten Universalerde, und ein Vergleichstest mit Markenblumenerde ergab Stickstoffüberschuss und schwächere Pflanzen als in Light Mix. Ein anderer Grower zog mit Erde für 4 Euro plus Blähton und Hornspänen 1,80 m hohe Outdoor-Pflanzen. Drei Regeln, auf die sich die Erfahrenen einigen: Bio-Siegel, damit keine mineralische Langzeitdüngung organische Dünger blockiert. Kein Sack, der draußen nass gelagert wurde. Und Vorsicht bei Aussaaterde ohne Cannabis-Bezug, eine Kräuter- und Aussaaterde hatte mit 700 bis 800 mg/L zwei- bis viermal so viel Kalium wie Light Mix. Tomatenerde brachte in drei unabhängigen Berichten Trauermücken mit. Was du dagegen tust, steht im Guide Cannabis Schädlinge erkennen.

Outdoor: Boden verbessern statt Erde kaufen

Draußen ersetzt der Boden den Sack. Die Forenregel: ein Teil Kompost auf zwei Teile Gartenerde, dazu zwei bis drei Kilo Hornspäne pro Kubikmeter als Stickstoffvorrat. Plagron empfiehlt bei lehmigem Boden, Batmix ins Pflanzloch zu mischen. Für junge Pflanzen den Kompost strecken oder den Kuhle-Trick mit magerer Erde nutzen. Wer in Töpfen bleibt, nimmt 18 bis 30 L, ein Grower brachte in 30-Liter-Stofftöpfen 2,20 m hohe Pflanzen durch.

Topfgrößen je Phase und Sortentyp

Die Antwort mit den meisten Zustimmungen im Forum (13 Likes) ist eine Faustregel: 3 L Topfvolumen pro Lebensmonat. Ein Monat Wuchs plus zwei Monate Blüte ergibt 9 L, zwei plus drei Monate 15 L. Ein Moderator bestätigt 9 bis 15 L als Endtopf für photoperiodische Sorten indoor. Wer mineralisch düngt, braucht laut Forum nicht mehr als 11 L, bei organischem Dünger verzeiht ein größerer Topf mehr Fehler und trocknet langsamer.

Phase Photoperiodisch Autoflower Erde
Keimling, Tag 1 bis 10 0,25 bis 0,7 L direkt Endtopf oder 0,5 L Anzuchterde oder Light Mix
Jungpflanze, Woche 2 bis 4 3 bis 4 L Endtopf Light Mix
Endtopf indoor 9 bis 15 L 11 bis 14 L All Mix, Batmix oder Light Mix plus Schema
Outdoor Topf 18 bis 30 L 15 bis 20 L Erde-Kompost-Mischung
Topfgrößen für Cannabis je Phase: Keimling, Jungpflanze, Endtopf indoor und outdoor für photoperiodische Sorten und Autoflower

Bei Autoflowern hält sich „direkt in den Endtopf" hartnäckig, 11 bis 14 L sind die meistgenannte Größe. Mehrere erfahrene Grower topfen Autos trotzdem um und berichten von besseren Wurzeln und leichterem Gießen, weil ein Sämling im 14-Liter-Topf schwer feucht zu halten ist. Umgetopfte Pflanzen waren im Vergleich eines Growers etwa eine Woche voraus. Zu klein ist der einzige echte Fehler: Ein 3,6-Liter-Topf zeigte in Blütewoche 4 Stickstoffmangel, der 8-Liter-Topf daneben nicht. Mehr zu den Sortentypen in Autoflowering oder photoperiodisch, zur Zeltplanung in der Growbox für Anfänger.

Critical feminisiert Cannabissamen Karteikarte Seed Supplier
Für den 11-Liter-Topf mit All Mix

Critical

Feminisiert, 60% Indica, 45 bis 50 Tage Blüte, 80 bis 110cm indoor, 17 bis 19% THC. Kurze Blüte und mittlerer Wuchs, also nach der Faustregel 9 bis 11 L. Verzeiht einen späten Düngestart auf stark vorgedüngter Erde.

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Erde wiederverwenden

Biobizz sagt dazu, zitiert in zwei Forenthreads: Wenn das Substrat seine Struktur behalten hat, kann es mindestens einmal wiederverwendet werden, mit etwas zusätzlicher organischer Substanz auch öfter. Plagron nennt sein Cocos ausdrücklich als wiederverwendbar. Die Praxis aus drei Threads: grobe Wurzeln entfernen, die oberste Schicht abkratzen, mit einem Fünftel Wurmhumus oder frischer Erde auffrischen. Gebrauchten All Mix nehmen einige als Anzuchterde, ein Grower sah im Test gegen frischen All Mix im 8-Liter-Topf keinen Unterschied. Zwei Ausschlusskriterien: nach Schädlingsbefall entsorgen, nach mineralischem Dünger vorher spülen. Weiße Pilzfäden am Stofftopf bei Biobizz-Erde sind übrigens Trichoderma aus dem Substrat, kein Schimmel.

Typische Fehler mit Erde

Fehler Was passiert Besser
Sämling in Batmix, Royalmix oder All Mix Salzschock, gelbe Spitzen, Wachstumsstopp Light Mix oder Kuhle-Trick, Plagron rät 1 bis 2 Wochen warten
Nach Kalender gießen Staunässe, Erde wird „scharf", Trauermücken Nach Topfgewicht, ein Drittel des Topfvolumens, abtrocknen lassen
Gießwasser auf Bio-Erde mit pH-Minus einstellen Lockouts, Bodenleben leidet Auf Biobizz und Plagron Natural laut Hersteller nicht regulieren
Mineralischer Dünger nach EC auf Bio-Erde EC zeigt zu wenig, Überdüngung Organische Erde mit organischem Dünger fahren
Nach Herstellerwoche düngen statt nach Blattbild Royalmix zeigt nach 3 statt 6 Wochen Mangel Hellgrüne neue Blätter sind das Signal
Zu viel Perlit, kein Kalk pH sackt in der Blüte auf 4,5 bis 5 Maximal 20% Perlit, Dolomitkalk einmischen
Erde aus dem nassen Außenlager Trauermücken, pH unter 5,5 Trocken gelagerte Säcke, Kaufdatum beachten

Die meisten dieser Fehler zeigen sich zuerst an den Blättern. Wie du Mangel, Überdüngung und pH-Probleme auseinanderhältst, steht mit Bildern im Guide Cannabis Krankheiten und Mängel erkennen, gelbe Blätter mit grünen Adern unter LED im Artikel zu Bittersalz und Magnesiummangel. In der Blütephase lässt sich ein Erdefehler kaum noch korrigieren. Die Grundlagen von Licht bis Gießrhythmus fasst die Grow Anleitung für Einsteiger zusammen, alle Marken die Düngeschema-Übersicht.

Quellen

Herstellerwerte stammen von den Produktseiten und Datenblättern, Praxisaussagen nur dort, wo mindestens zwei unabhängige Quellen übereinstimmen.

Häufige Fragen zur Erde für Cannabis

Welche Erde ist für Cannabis am besten?+
Eine lockere, drainierte Erde mit pH 6,0 bis 7,0. Für Sämlinge, Stecklinge und Autoflower leicht vorgedüngt wie Biobizz Light Mix oder Plagron Lightmix, für den Endtopf photoperiodischer Sorten stark vorgedüngt wie All Mix, Batmix oder Royalmix. Coco passt, wenn du ab Tag 1 selbst düngen willst.
Kann man normale Blumenerde für Cannabis nehmen?+
Ja, wenn sie Bio ist, nicht mineralisch langzeitgedüngt und trocken gelagert wurde. Perlit und Wurmhumus einmischen. Tomatenerde brachte in drei Forenberichten Trauermücken mit. Growerde ist die sicherere Wahl für den ersten Grow.
Was ist der Unterschied zwischen Light Mix und All Mix?+
Light Mix ist leicht vorgedüngt mit sehr geringem EC, für Sämlinge, Stecklinge und Autoflower, du düngst nach 1 bis 3 Wochen. All Mix ist stark vorgedüngt mit hohem EC, versorgt „einige Wochen" ohne Dünger und bekommt im Schema nur 1 ml Bio Grow. Vor dem ersten Einsatz 36 Stunden angefeuchtet stehen lassen.
Ist Kokoserde besser als Erde für Cannabis?+
Anders, nicht besser. Coco enthält keine Nährstoffe, du düngst ab dem ersten Tag bei pH 5,8 bis 6,2 und gießt häufiger, dafür wächst die Pflanze schneller und du steuerst alles selbst. Erde puffert Fehler ab und verzeiht vergessene Gaben. Coco immer gepuffert kaufen, sonst bindet es Calcium.
Welchen pH-Wert soll Cannabis-Erde haben?+
6,0 bis 7,0. Plagron gibt für Batmix 5,8 bis 7,0 und für Royalmix 6,0 bis 7,2 an, Biobizz nennt 6,2 als Ziel und senkt den pH über die Dünger selbst. Auf organischer Erde brauchst du laut beiden Herstellern keine pH-Korrektur, auf Coco stellst du das Gießwasser auf 5,8 bis 6,2.
Wie lange hält die Vordüngung der Erde?+
Laut Plagron: Lightmix 1 Woche, Growmix 3, Batmix und Royalmix 6 Wochen mit Düngestart nach 4. Biobizz nennt für All Mix „einige Wochen", Light Mix hält in der Praxis 1 bis 3 Wochen. Unter starker LED ist die Erde früher leer, hellgrüne neue Blätter sind das Signal.
Welche Topfgröße brauchen Autoflower?+
11 bis 14 L, meist direkt als Endtopf. Die Faustregel aus dem Forum lautet 3 L pro Lebensmonat, bei einer Auto mit 10 bis 12 Wochen also 9 bis 12 L. Umtopfen ist bei Autos möglich, wenn du es sauber machst, ein Sämling im 14-Liter-Topf ist aber schwer richtig zu gießen.
Kann ich Cannabis-Erde wiederverwenden?+
Biobizz sagt: mindestens einmal, wenn die Struktur erhalten ist. Wurzeln entfernen, oberste Schicht abkratzen, mit Wurmhumus oder frischer Erde auffrischen. Nicht nach Schädlingsbefall, und nach mineralischem Dünger vorher spülen. Gebrauchter All Mix eignet sich als Anzuchterde.

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